Johannes Heckl im Gespräch mit puzzlekatalog.de
Der Titel “Life, The Greatest Puzzle” verrät schon so einiges: Das Puzzle des spanischen Herstellers Educa besteht aus stolzen 24.000 Teilen und stellt dadurch eine “große Herausforderung” für alle Puzzlefreunde dar. Mit einer Fläche von 428 x 157cm ist es das derzeit größte und zugleich wohl beeindruckendste Puzzle der Welt.
Das äußerst farbenfrohe Puzzle besteht aus vier verschiedenen Bildteilen, welche der neuseeländische Künstler des Motivs, Royce B. McClure, mit sehr viel Liebe zum Detail ausgestaltet hat. Dies ist ihm mit einer Unterwasserwelt, einer versunkenen Stadt, einer kleinen Welt aus zahlreichen Tieren und Ballons, sowie einem Teil aus Planeten und Schiffen wirklich wunderbar gelungen.

Johannes Heckl vor seinem Werk “Life, The Greatest Puzzle”
puzzlekatalog.de hatte die Gelegenheit mit Johannes Heckl, welcher als erster Deutscher das Puzzle komplett fertig gestellt hat, ein Interview zu führen. Unserer Redaktion schilderte er seine Erfahrungen und gab nebenbei zahlreiche Tipps und Tricks an Puzzlefans, die sich ebenfalls an große Puzzles wagen möchten.
Seit wann puzzelst du?
Seit 1996, ich war damals 15. Zuvor natürlich auch, aber eben nur 500er oder maximal 1.000er. Mir dauerte es damals zu lange.
Welche Teilezahl puzzelst du üblicherweise?
Alles ab 3.000 Teile aufwärts.
Hast du lange gezögert, bevor du dir das Puzzle gekauft hast?
Nein, eigentlich nicht. Wenn man die Chance bekommt, das weltweit größte Puzzle zu puzzeln, sollte man nicht zögern. Vielmehr ist es interessant zu sehen, ob man es wirklich schaffen kann. Auch wenn ich beim Kauf noch nicht wusste, wohin ich es hängen bzw. stellen soll, wenn es mal fertig ist.
Du hast bereits Erfahrungen mit 18.000 Teile Puzzles. Was reizt dich an Puzzles mit so vielen Teilen?
Zum einen die Dimension der fertigen Puzzles. Zum anderen die Motive und natürlich auch das tolle Gefühl, wenn man das letzte Puzzlestück setzt. Ebenfalls sollte es für jeden interessant sein herauszufinden, wie lange man die Konzentration aufrecht halten kann. Dies war einer der Gründe, weshalb ich im Alter von 15 Jahren begann, mich mit so großen Puzzles zu beschäftigen.
Was für ein Gefühl ist es, vor 24.000 Teilen zu sitzen?
Tja, das Paket, das geliefert wurde, war schon groß und auch ziemlich schwer. Man sollte nicht die 24.000 Teile vor Augen haben, sondern am Besten das fertige Bild.
Hast du ein bestimmtes System beim Sortieren?
Zu Beginn habe ich, wie die Meisten wahrscheinlich, die Randteile gesucht. Danach sortierte ich nach den einzelnen Farben bzw. Bildern. Ich legte die Puzzleteile entweder in Schüsseln bzw. auf mehrere 80 x 50 cm große Platten. Nach dem Aussortieren mussten natürlich alle Teilchen richtig herum gedreht werden. Ich arbeitete mit 2 großen und 5 kleinen Platten.
(Wie oft) hattest du das Gefühl, nicht mehr weiterzukommen und aufhören zu müssen?
Ich hatte eigentlich zu keiner Zeit das Gefühl aufhören zu müssen. Wenn man nicht mehr weiterkommt, empfiehlt es sich, ein anderes Bild oder einen anderen Bereich auszusuchen, an dem man weiter puzzelt.
(Wie lange) hast du täglich daran gepuzzelt oder gab es auch einmal längere Pausen?
Ich habe nicht täglich daran gepuzzelt, weil die Effektivität und die Lust am Puzzeln darunter leiden. Es hat sehr gut getan, zwischendurch einige Tage auszusetzen. Wenn die Konzentration verloren geht, ist es einfach besser aufzuhören und zu Bett zu gehen, als sich wegen 100 Teilen noch 4 Stunden zu “quälen”.
Hattest du jemanden, der dir beim Puzzeln geholfen hat?
Nein, da ich nicht wollte, dass jemand meine Ordnung durcheinander bringt. Je länger man am Puzzle sitzt, desto einfacher findet man Teile, die man sich vorher eingeprägt bzw. schon einmal gesehen hat.
Welcher der vier Bildabschnitte war der Einfachste und welcher der Schwierigste?
Die 4 Teilstücke nehmen sich meiner Meinung vom Schwierigkeitsgrad nicht viel. Das letzte Stück war dann das Schnellste.
Wie lange hast du für das Puzzle gebraucht?
Ca. 6 Monate, mit ca. 1-2 Wochen Pause zwischen den 4 Teilstücken.
War die Einteilung der 4 Bildbereiche in 4 Beutel hilfreich? Oder hättest du dich, wie manch anderer, getraut, die Packungen zu mischen?
Die Einteilung in 4 Beutel ist schon hilfreich, da es aus Platzgründen ansonsten zu aufwändig wäre. Ich hätte keinen Platz gehabt 24.000 Teile in einem Stück zu legen.
Es muss ein unbeschreibliches Gefühl sein, das wirklich letzte Teil zu legen…?
Ja, ich legte das letzte Teil am 23. Dezember. Es war wie Weihnachten bzw. das Gegenteil zu dem Gefühl, als ich die 24.000 Teile zum ersten Mal sah.
Was hast du mit dem Puzzle gemacht? Hast du es aufgehängt?
Ich habe es in meiner Dachwohnung aufgestellt. Ich möchte daraus ein Schiebelement zur Abtrennung der Dachneigung bauen. Es aufzuhängen wäre bei mir wohl zu schwer, da ich es auf eine Hartfaserplatte aufgeleimt habe.
Hast du Tipps für jene, die sich an das Puzzle wagen möchten?
Findet heraus, ob es möglich ist, das Unmögliche zu schaffen, um das Gefühl zu haben es gemeistert zu haben. Man sollte aber schon etwas Erfahrung bei 12.000er bzw. 18.000er und jede Menge Geduld und Hingabe mitbringen.
Wirst du dich an das nächste “größte Puzzle” wagen?
Ja, ich hoffe, es wird ein neues größtes Puzzle geben. 30.000 oder 32.000 Teile wären da schon nicht schlecht. Bisher habe ich aber noch keines gesehen.
Wir bedanken uns für das Gespräch.
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27. August 2009 um 14:09 Uhr
hey ich will mir das puzle auch kaufen!!! ich würde gerne wissen ob man es auch teilen kann??
ich möchte es an zwei wänden aufhängen. sind die vier sechstausender gerade geschnitten an den seiten???
vielen dank.
2. September 2009 um 15:27 Uhr
Hallo,
hab das Puzzle auch schon gemacht. Hab auch 6 Monate gebraucht. Ist echt eine Herausforderung.
Das Puzzle kann man leider nicht Teilen. Ist zwischen den einzelnen Abschnitten nicht gerade geschnitten. Man muss es zusammen puzzeln.
Gruss
12. September 2009 um 07:59 Uhr
danke für die info
muss mir da was einfallen lassen.
28. September 2009 um 15:59 Uhr
Hi,
ist es auch möglich, das Puzzle ohne Erfahrungen mit
12.000ern oder 18.000ern zu schaffen? Das größte, was ich bis jetzt probiert habe, war nur ein 3.000er. Oder ist das vollkommen unmöglich?
Lg
25. Dezember 2009 um 17:42 Uhr
hallo
tolle leistung.habe gerade ein puzzel fertig mit 12200 teilen.wie hast du dein puzzel auf die holz platte bekommen?
gruss uwe
3. Januar 2010 um 10:58 Uhr
hallo,habe dieses Puzzle am Anfang 2009 fertiggestellt.Beeindruckt hat mich neben dem wunderschönen Motiv, natürlich die gigantische Fläche. Neben diesen Mega-Puzzle, habe ich auch ein 20.000 Teile Puzzle und zwei 18.000 Teile gepuzzelt und natürlich mehrere kleinere. Ich finde jedes Puzzle hat seinen Reiz, aber von den ganz großen bin ich besonders beeindruckt. Schöne Grüße von Peter
19. Januar 2010 um 23:12 Uhr
Für mich stellt sich hier die Frage, warum man ein 24.000-Teile-Puzzle in 4 Teilen legt (abgesehen von der Legeplatz-Frage). Das ist ja so, als würde man 4 6.000er legen. Wo bleibt da die Herausforderung? Die 4 Beutel gehören meiner Meinung nach ordentlich durchgemischt!!! Ich selbst arbeite gerade am “Blick nach draußen” mit 12.000 Teilen. Die wurden auch in 3 Beuteln geliefert. Leider ist dies das größte Puzzle, was meine Wände in der Wohnung verkraften. Meine Aufforderung an alle Riesenpuzzler: Würdigt die Zahl der Teile, in dem Ihr sie mischt!!!
25. Januar 2010 um 13:08 Uhr
Hallo,
ich kann dem Tino nur zustimmen. Erst wenn man die Teile mischt hat man das Puzzle richtig gemacht ich bin gerade dabei, habe damit im September 2008 angefangen und bin jetzt zu 1/4 fertig. Man hat ja auch noch andere Dinge zu tun. Das dauert dann auch ein bisschen länger, geplant ist aus der Erfahrung 3-4 Jahre Bauzeit. Das Problem mit dem Platz habe ich auch. Deswegen ist es in Segmente aufgeteilt und wird dann immer wieder unter das Bett geräumt. Das habe ich auch schon bei den vorherigen Puzzles so gemacht und funktioniert erstaunlich gut. Am “Stück” werde ich es wahrscheinlich nie bewundern können.
mfg: steffen
26. Januar 2010 um 01:41 Uhr
Hallo zusammen!
Ich und meine Freundinn haben uns auch das Puzzle gekauft und bauen jetzt seit ca. 6 Wochen. Wir haben den ersten Teil bereits fertig!!!
Ich hab mit Puzzle null Erfahrung, meine Freundin hat mal eins gebaut mit 3000 oder so…
Ich finds super. Da ich gelernter Schreiner bin werde ich wenn das Puzzle mal fertig ist ganz besonders schön in das Wohnzimmer von mir und mein Schatz intigrieren. Das wird der Hinkucker überhaupt!
Hoffentlich kommt die nächsten 60 Jahre kein größeres Puzzle heraus, denn ich würd sofort wieder das größere wollen.
Vielen Dank!
18. Februar 2010 um 21:06 Uhr
Servus aus Kärnten
Habe gerade die Skylines der Welt mit 18.000 Teilen fertig gemacht. Das war bis jetzt mein größtes. Die Skylines waren in 4 Portionen ausgeteilt - wird Life, The Greatest Puzzle auch in Portionen geliefert?
Klaus
23. Februar 2010 um 13:05 Uhr
Hallo,
ja das wird auch in Portionen angeliefert (6 Teile waren es glaub ich). Aber wo bleibt der Spass wenn man soetwas in Portionen Puzzelt? Dann kannst du dir auch gleich viele kleine Puzzle kaufen und als Collage an die Wand hängen. Also erst alle Beutel auspacken, durchmischen und dann Puzzeln. So hat man auch viel mehr Spielspass und das dauert dann auch länger man hat also mehr vom Geld ;-).
MfG: Steffen
5. April 2010 um 08:48 Uhr
Morgendlicher Grüß aus Niederösterreich!
24 000, 18 000 Puzzle sind doch keine Puzzle dieser dimension, wennn man zb beim 24 000 eig. nur 4 6 000 puzzle puzzelt. Also ich würde auf jeden Fall die beutel mischen, ist doch klar, ich will ein mega-puzzle und keines das sich jegiglich aus mehreren “kleinen” zusammenstellt, wo bleibt da der kick!!
Mfg Stefan
9. Juli 2010 um 19:00 Uhr
Hallo,
ich habe die ersten 6. Tausend Teile in ca. 1 1/2 Monaten gepuzzelt und es hat riesen Spaß gemacht.
Mein größtes Puzzle zuvor hatte 2.000 Teile
Ich wollte eigentlich auch alle 4 Beutel mischen, aber mir fehlte einfach der Platz und es hat jeder zu mir gesagt “Spinnst du? Irgendwann fehlt dir dann die Lust. Da kommt man doch dann nicht mehr weiter”. Aber man puzzelt es nur einmal im Leben denke ich.
Im Moment überlege ich, wie ich es an die Wand hängen kann.
Mfg Juli
19. Juli 2010 um 07:56 Uhr
Hallo Juli,
das mit dem Platz höre ich öfters. Das kann ich aber so nicht gelten lassen. Dieses Problem habe ich auch, deswegen habe ich mir aus dem Baumarkt 8 Doppelsteplatten besorgt und mir für unter das Bett eine kleine Alukonstruktion gebastelt um diese 8 Platten einzeln aufzubewahren. Somit ist das Platzproblem “gelöst”. Am Stück werde ich es nie zu sehen bekommen denn ich kann es auch nicht ausbreiten.
Das an die Wand hängen ist gar nicht so kompliziert. Ich zerlege die Puzzle in handliche Teile von ca.1mx1m drehe die dann rum und beklebe die Rückseite mit DC-FIX Selbstklebefolie. Dann ist das Stabil aber doch flexible und mann kann die Einzelteile bequem an die Wand Nageln und wieder abnehmen. Damit habe ich sehr gute Erfahrungen geamcht. Puzzlekleber wird zu steif und bricht dann bei der Größe. Auf ein Brett Kleben ist ungünstig da es bei der größe ein großes Gewicht gibt und es nicht in Teilen gemacht werden kann.
Zum Thema Beutel michen oder nicht habe ich eine sehr “eigene” Meinung. Wenn jemand 4 mal 15m taucht dann ist das “weniger Wert” als wenn jemand 1 mal 60 meter taucht. Beim Puzzeln sehe ich es genauso. Ich habe die Teile zusammengeworfen und dann braucht man erst mal 2 Monate bis du die Randteile rausgefischt hast. Das ist also mal eine andere Zeit/ Konzentrations/ Größenordnung. Ich bin jetzt nach 2 Jahren zu ca. der hälfte Fertig.
mfg: Steffen